Bericht 24 h Rennen Nürburgring 2004


Wetterchaos beim 24 Stunden Rennen in der Eifel.
Während die Besucher die schon am Mittwoch an gereist waren ,den Nürburgring in Sonnenschein und Hitze erlebt hatten, zeigte sich die "Grüne Hölle" in den nächsten Tag von Ihrer unerfreulichen Seite. Am Donnerstag hatte es bis in den späten Nachmittag hinein geregnet und das Wetter verlangte den Zuschauern der Adenauer Racing Days Einiges ab. Doch die Fans hielten im Regen aus und wurden belohnt. Pünktlich zum Fahrzeugkorso hörte der Regen auf und man konnte trockenen Fußes den Interviewrunden auf der Bühne lauschen und die Teilnehmer der 24 Stunden belohnten die Wartenden mit viel Spaß und Autogrammen. Auch die Opel-Mannschaft war geschlossen angetreten , die Fahrer wurden in 2 Astra Coupé Cabrios kutschiert und Volker Strycek chauffierte das Siegerauto des letzten Jahres durch die Adenauer Straßen.


Alle freuten sich auf das Rennwochenende , das Freitag Mittag mit den ersten Testfahrten für Opel begann . Petrus ließ den Boliden und ihren Fahrern die 2 Stunden Zeit um Ihr Bestes zu geben bevor er erneut die Schleusen des Himmels öffnete. Als die abendlichen Trainingsstunden verspätet eröffnet wurden konnte sich kaum ein Teilnehmer verbessern , erst war die Fahrbahn noch naß danach brach die Dunkelheit über die Zeitenjagd herein. Der Samstagmorgen begann noch recht freundlich ( rückblickend auf das, was folgen sollte). Doch als hätten die Wolken darauf gewartet ergoß sich ein Schauer über die Teilnehmer der Flaggenparade die, die Startaufstellung eröffnete. Wer dort nicht das Weite gesuchte hatte war binnen weniger Minuten durchnäßt, da der Regen von heftigem Wind begleitet wurde.

Erst wenige Minuten vor der Einführungsrunde strahlte die Sonne wieder und läutete für die Teams den Reifenpoker ein. Fast alle Spitzenteam starteten auf den falschen Reifen, denn schon nach 10 Minuten ,als die Fahrzeuge die Startlinie überquerten, regnete es erneute in Strömen. Daraufhin folgte eine Reihe von unzähligen Boxenstopps, die den Besucher den Überblick ganz verlieren ließ und so manchen Wagen den Kontakt zur Fahrbahn. Auch die beiden Opel besuchten die Boxen mehrfach . Bei widrigsten Bedingungen machte die Nordschleifen ihrem Namen " Grüne Hölle" alle Ehre ,denn für die Fahrer begann nun der berüchtigte "Ritt auf der Rasierklinge". Auch vor der Startnummer 1 machte das Wasser nicht "Halt" und so kugelte Timo Scheider in der NGK -Schikane von der Strecke .

Manuel übernahm gegen 18:14 Uhr das Fahrzeug noch bei nasser Fahrbahn ,doch im Verlauf der ersten Runden trocknete die Stecke ab. Erneut wurden Reifen gewechselt und getankt , 20 Minuten später wieder, da der nächste Niederschlag kam vom Himmel. Während sich Manuels Kollegen mit Turns a 10 Runden, genau wie im Vorjahr, quälten ,fuhr Manuel bereits seine 12te Runde als die Nordschleife , eine ihrer weiteren verschrienen Eigenschaften zeigte. Der Regen ist immer da wo man ihn am wenigisten braucht. Im "Schwalbenschwanz" tröpfelte es nur und auf der schnellen " Döttinger Höhe" ging ein Wolkenbruch nieder. So mutierte der Astra auf Aquaplaning im "Tiergarten" zum unkontrollierbaren Schnellboot und schlug in die Leitplanken ein. Als die Streckensicherung Fahrzeug und Fahrer eingesammelt hatte , war die Phoenix-Mannschaft bereits im Streß , denn die Startnummer 5 befand sich nach ähnlichem Debakel mit Marcel Fässler am Steuer bereits, in der Box zur Reparatur. Beide Fahrzeuge versanken tief in den Zeitenlisten. Für die Mechaniker der Opel Mannschaft gab es nur wenig Pause , denn nachdem man die Startnummer 5 gegen 21:10 Uhr wieder auf die Strecke geschickt hatte und auch die Startnummer 1 nach 1 Stunde wieder einsatzbereit war ,hätte man sich, nach toller Arbeit, eine Pause verdient gehabt. Doch schon wenige Minuten nach der Herausfahrt der 1, war die 5 erneut Opfer des Wetters im "Hatzenbach" geworden und Peter Dumbreck brachte sein Fahrzeug mit Frontschaden zurück an die Box.

Nachdem die Startnummer 1 mit Bremsproblemen erneut die Box aufsuchte, gelang es dem Phönix Team beide Fahrzeuge um 22:55 Uhr wieder auf der Strecke zu haben, allerdings auf den Plätzen 70+71. Leider war es damit nicht genug , um 23:18 Uhr mußte Opel die Startnummer 5 aus dem Rennen nehmen. Erneut hatte es Peter Dumbreck im "Hatzenbach" erwischt und diesmal waren die Schäden zu gravierend um das Fahrzeug reparieren zu können.
Für die Startnummer 1 ging es nun aufwärts in der Rangliste , in die Top 40 hatte man sich bereits vorgearbeitet als das Aquaplaning im "Schwedenkreuz" Timo Scheider überraschte , der Wagen einschlug und die Heckpartie verformte. Wieder mußten die Phoenix-Leute Alles geben um das Fahrzeug in kurzer Zeit wieder auf die Strecke zu bringen.

Zum Glück sollte es dies gewesen sein , denn ab diesem Zeitpunkt erschien das Vorjahressieger-Auto nur noch zu Routinestopps an der Box. Um 10:49 Uhr übernahm Manuel das Fahrzeug wieder, das sich auf Platz 19 vorgearbeitet hatte. Nach 10 Runden übergab Manuel, den Wagen an Platz 13 liegend ,an Volker Strycek . Leider wurde es immer schwieriger noch Plätze zu gewinnen ,da man ja durch die Reparaturen viele Runden verloren hatte. Um 14:02 sollte die Nr.1 eigentlich das letzte Mal an der Box erscheinen um Fahrerwechsel , Tankstopp und Reifenwechsel zu erledigen. Doch kurz vor Ende der "24 Stunden" hatte Marcel Tiemann noch einen Reifenschaden und Opel mußte Platz 9 wieder hergeben. Trotz aller Mißgeschicke feierte die Phoenix-Mannschaft die Zieldurchfahrt ,denn sie hatten einen tollen TopTen Platz erkämpft. Das Team hatte alles gegeben und nicht jedes Jahr führt dies zum großen Erfolg wie im Vorjahr . Der Pokal wandert nun weiter zu BMW ,doch jeder hofft das Opel versuchen wird ihn im nächsten Jahr zurück nach Rüsselsheim zu holen.




Fotos: MN

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